Ein Samstag zuhause in East London

Samstag, 29.03.2014

Am 6. Wochenende habe ich mich mal durchgesetzt und wir sind ausnahmsweise nicht irgendwo besonderes hingefahren, sondern haben uns - zumindest am Samstag - East London angeschaut.

Teil meiner Planung war, dass wir den Tag ganz entspannt bei einem Frühstück / Brunch außerhalb vom Seemore anfangen. Auf Empfehlung bin ich daher mit noch drei anderen zum Lavender Blue Market gegangen. Das ist ein ehemaliger Stall ein wenig außerhalb von East London in dem man wunderbares hausgemachtes Frühstück bekommen kann. Ich habe das Frühstück in vollen Zügen genossen und wir waren im Endeffekt fast 3 Stunden dort. Ich muss dort auf jeden Fall noch mindestens einmal frühstücken gehen!

Das zweite Highlight an dem Tag war der Zoo von East London. Ina und ich wurden zwar von den meisten etwas belächelt, aber wir wollten ihn uns dennoch anschauen. Ob es dort wohl europäische Tiere gibt..? Und tatsächlich es gab dort Meerschweinchen, rote Eichhörnchen und unsere "wunderschöne" Straßentaube  Daneben gab es auch noch einen sehr stattlichen Tiger, der versucht hat sich an Ina und mich heranzupirschen... Zum Glück war da ein Zaun dazwischen, aber interessant ist es schon, zu sehen wie ein Tiger versucht sich in ca. 10 cm langen Gras zu verstecken... "Normale" Löwen oder auch Ingonyama, wie auch weiße Tiger gab es dort auch noch. Im Vergleich zu den Löwen, die ich die letzten Wochen in der freien Wildnis gesehen habe, waren diese rießig! Woran das wohl liegen könnte..?

Das absolute Highlight an diesem Tag war, dass eine Giraffen so nah am Rand ihres Geheges stand, dass wir sie streicheln konnten. Dabei konnte ich sogar spüren, wie die Giraffe gerade einen Teil ihres Essens hochwürgte, um es wiederzukäuen. 

Karotten-Limetten-Ingwer Drink Chillen wie die Echsen Auch das Erdhörnchen war wieder dabei Die gefährlichen Meerschweinchen rotes Eichhörnchen Immer ein Auge auf uns

Besonders groß ist der Zoo jetzt nicht, aber wer mal ein entspanntes Wochenende in East London hat, kann 30 Rand in einen Zoobesuch investieren und mit etwas Glück auch eine Giraffe streicheln :)

Bis demnächst 

Eure Maddy

 

von Charme zu Komfort

Donnerstag, 27.03.2014

Seit 5 Wochen bin ich jetzt schon in Südafrika. Und kann mit voller Überzeugung sagen, dass es eine super Entscheidung war hier her zu kommen. Die Arbeit macht mir unglaublich viel Spaß, da es jeden Tag eine fülle von Aufgaben gibt und ich hier auch sehen kann, wie sich Dinge bewegen.

Wie ich euch anfangs schon gesagt hatte, war meine Zeit in meinem süßen Hüttchen begrenzt. Und so sehr ich es auch lieb gewonnen habe. So sehr war ich hin und wieder trotzdem noch von ihm genervt. Vorallem wenn sich dann mal wieder ein anderes komisches Tier dorthin verirrt hat - wie beispielsweise ein Urzeitwurm - yacks! Toll war natürlich auch, dass es dank des Steinbodens super für meine tägliche Sporteinheit war und ich auch niemanden unter mir mit meinem Rumgehüpfe stören konnte. Aber alles Gute hat ein Ende und so habe ich meine Sachen gepackt und bin in das Haupthaus umgezogen. Dort habe ich jetzt ein "schnödes" Hotelzimmer wie der eine oder andere denken könnte, aber dafür kann ich jetzt endlich wieder kochen, backen und in einem großen super weichen Bett schlafen.

bye bye Gecko Yacks and Cheers Urzeitwurm Ausblick aus dem Bett Big, comfy - AWESOME! Mein Schrankparadis und die Treppen runter ins Zimmer

Mein neuer Ausblick

Bis demnächst 

Eure (erholte) Maddy

Ein Wochenende mit Wildnis pur

Montag, 24.03.2014

Auf dieses Wochenende habe ich mich von der zweiten Woche an gefreut. Zwei blonde Mädchen, ein Zelt und viele wilde bzw. teilweise giftige Tiere. Ina hatte für uns ein Explorer Camp gebucht, wodurch wir den Tieren zu Fuß nahe kommen sollten.

Ort: Shamwari Private Resort
Region: Eastern Cape
Sehenswürdigkeit: Wildnis

Dank dem Human Rights Day hatte ich ein verlängertes Wochenende, das Ina und ich nutzen wollten um drei Tage in das Shamwari Game Reserve zu fahren. Wir hatten uns für das Explorer Camp angemeldet, was so viel heißt, dass wir in einem mitten im Resort stehenden Zelt schlafen würden und uns mit der Hilfe von 2 Rangern auf eine Entdeckungsreise zu Fuß begeben würden.

Also wir dort am Freitag Mittag ankamen, waren wir super gespannt und aufgeregt. Wie werden die Zelte aussehen? Sind wir wirklich ungeschützt? Ob es wohl die Löwen hin und wieder dort hin verschlägt? Werden wir mit den anderen 4 Gästen klar kommen? Was für Tiere wir wohl zu Fuß sehen werden? Gibt es dort eigentlich Hippos? Und sind meine Klamotten unauffällig genug???

Was die anderen Gäste anging haben wir auf jeden Fall Glück gehabt. Es waren noch zwei Pärchen dabei - eines aus Neuseeland und das andere ein Mix aus Norwegen und Niederlande. Alle vier waren total lieb wie wir bei dem Mittagessen (noch in der Zivilisation) feststellen durften. Und somit konnten wir uns gleich noch mehr auf das Wochenende freuen 

Nach dem Essen hat uns unser erster Ranger Geran dann endlich zum Camp gebracht! Dort wurden wir von dem zweiten Ranger Wesley und unserem Koch Zolu empfangen. Direkt vor dem "Eingang" zu unserem Camp lagen ersteinmal Elefantenbobbel... Somit wussten wir auch direkt, dass wir in der Wildnis angekommen sind. Als nächstes hat uns Geran erzählt, dass es sowohl (giftige) Schlangen, Skorpione wie auch Spinnen geben kann. Na das war ja aufmunternd... Diese Tiere alleine reichen ja schon aus, aber dann auch noch alles in giftig... Na toll! 

Wir haben uns daraufhin auf unsere Zelte verteilt und eine "Tour" durch unser Camp bekommen. Bei der Dusche angekommen, meinte Geran nur "Lasst uns mal hinter der Vorhang schauen. Das ist normalerweise der Lieblingsplatz von rain spiders..." Und siehe da! Da sitzt das "Monster"! Bäh! groß! Haarig! Eckelig! Damit war dann auch geklärt: Ich dusch hier nicht  Naja immerhin nicht giftig...

Luxus-Camping wie die alten Briten Rain Spider in der Dusche Ausblick aus der Toiletter

Gut nach dem ersten Schock ging es dann los - zu Fuß zu den Tieren! Um nicht zu auffällig zu sein, sollten wir immer nach bei einander und in einer Reihe laufen. Ein bisschen mulmig wird einem ja schon, wenn man daran denkt, dass es im Reservat Löwen, Geparden und Hyänen gibt. Aber dank unserer zwei Ranger habe ich mich eigentlich die ganze Zeit trotzdem sicher gefühlt. 

Nach keiner viertel Stunde meinten die zwei: "Da vorne seht ihr zwei Nashörner (aha.. wirklich? Ich seh etwas? Aber ob das Nashörner sind...?). An die werden wir uns jetzt heranpirschen. Wir müssen nur einmal um sie herumlaufen, damit der Wind richtig steht." Jetzt wurde es also spannend! Auf dem Weg gab es natürlich auch noch vieles zu sehen: Landschildkröte, Käfer, die Elefantentoilette... ach und Spinnchen... Ab einer gewissen Entfernung mussten wir auch alle ruhig sein, um nicht die Zebras und Antilopen, die bei den Nashörnern standen aufzuschrecken. Im Endeffekt sind die Antilopen irgendwann doch weggelaufen, aber die Zebras sind geblieben und wir waren irgendwann ca. 50 Meter nah an den Nashörnern... Das war super! Ich hätte ewig dort stehen können! Aber da es langsam dämmerte, habe wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Auf dem Rückweg sind dann plötzlich Warzenschweine ein paar Meter an uns vorbei gerannt. Die sehen so witzig aus! Vorallem wenn sie rennen und ihr kleines Schwänzchen dabei senkrecht in die Höhe strecken!

Welche Tiere hier wohl lang gelaufen sind..? Chilli Manilli - kurz vorm Heranpirschen Tortoise - schnell verstecken an das haben wir uns Herangepirscht Sie haben uns gerochen und sind in Verteidigungsposition bei den Büschen stehen die Nashörner

Zurück im Camp gab es ein paar Snacks und Wein auf unserer Terasse, auf der sich super der Sonnenunternag zu beobachten war. Und so ging der erste Tag auch schon zu Ende. 

Sonnenuntergang Sonnenaufgang

Der zweite sollte richtig früh um 5.30 starten, damit wir mit etwas Glück die Wildkatzen am frühen morgen sehen könnten. Eigentlich war der Plan auch an diesem Tag wieder zu wandern, aber auf dem Weg zu unserem zweiten Ausgangspunkt hieß es auf einmal "Wir haben eine kleine Überraschung für euch..." Und zack! Da lag sie, die Überraschung! Zwei Geparden! Das sind wirklich stattliche Tiere und um einiges größer als ich gedacht habe.

Ist sie müde oder will sie uns einschüchtern?!?

Da es am zweiten Tag über 40 °C heiß werden sollte, sind wir nur morgens und spät abends unterwegs gewesen und beide Male mit dem Auto. Was mich persönlich nicht gestört hat. Das Shamwari Reservat ist wirklich super groß, so dass wir selbst mit dem Auto an keiner Stelle mehrfach vorbei gefahren sind. Für den Abend drive hatten wir den zwei Rangern gesagt, dass wir gerne die Elefanten und wenn möglich auch Hippos sehen wollen würden. Somit war das Ziel gesetzt und ich wartetet voller Vorfreude auf ein Hippo Sighting. Wie sich während der Fahrt herausstellte, gibt es ein Hippo, das sich immer in einem bestimmten See aufhält. Während sich die anderen ca. 50 Hippos woanders aufhalten... ähm.. und warum sind wir nochmal nicht dorthin gefahren?!? Aber egal! Da war es! Im Wasser und starrt uns an :)

Auf dem Weg zurück war es dunkel und Ina durfte das Licht führen und nach nachtaktiven Tieren Ausschau halten! Und das auch mit ziemlichen Erfolg. Auf dem Rückweg haben wir dadurch neben Zebras und anderen Antilopen auch eine Natter und eine Aardwolf entdeckt. Aber das sollte nicht das einzige Spannende an diesem Abend bleiben. Nach dem Abendessen saßen wir noch eine Weile mit unseren zwei Rangern zusammen und haben sie genötigt uns auch ein paar Geschichten zu erzählen, bei denen es auch mal etwas brenzlicher wurde. Das fanden auch alle tolle bis wir auf einmal ein tiefes Grollen hörten! Geran meinte ganz entspannt: "Das sind die Löwen. Aber die sind noch ca. 2 km entfernt." Auf einmal wollten dann doch alle schnell ins Bett, da ein Löwe angeblich nicht zwischen einer Zelt- und richtigen Wand unterscheiden kann. Während wir alle mutig noch schnell zur Toilette sind, durften wir das Grollen noch einmal hören. Diesmal hatte es sich noch einmal um einiges näher angehört... Jetzt aber schnell ins Bett!

Am nächsten Morgen ging es dann noch einmal zu Fuß los. Für unseren letzten walk sind wir wieder in ein anderes Eck des Reservats gefahren und haben dort viele Giraffen, Antilopen, Affen und Warzenschweine gesehen. Aus einiger Entfernung haben wir auch wieder Nashörner gesehen, doch war die Zeit zu knapp um uns nochmals heranzupirschen.

Wie viele Giraffen siehst du? Warzenschweine und Vokuhila - Einfach zeitlos Da wollten wir eigentlich langfahren... Rain spider close-up

Nach einem hervorragenden letzten Essen war das Wochenende dann auch schon rum. Es war wirklich eine tolle Erfahrungen und genau die richtige Mischung aus Nervenkitzel und Luxuscamping. An dieses Wochenende werde ich mich bestimmt noch lange erinnern.

 

Bis demnächst 

Eure Maddy

Unglaubliche Weiten und Zebras soweit das Auge reicht

Montag, 17.03.2014

Nachdem ich mich lange nicht entscheiden konnte, ob ich an dem Wochenende nicht lieber in East London bleiben möchte oder mit den anderen das Wochenende einen weiteren Teil Südafrikas erkunde, habe ich mich – glücklicherweise – von den Bildern und Erzählungen breitschlagen lassen. Und daher ging es an meinem vierten Wochenende mal wieder weg von der Küste in eine landschaftlich unglaublich schöne Gegend:

Ort: Graaff-Reneit

Region: Karoo, Eastern Cape Province

Sehenswürdigkeiten: Camdeboo National Park, Valley of Desolation, Mountain Zebra Nationalpark

Es ging auch dieses Mal wieder am Freitag gegen 14 Uhr los und da wir mal wieder zu sechst waren, mussten wir mit zwei Autos fahren. Unser Weg führte uns bei dieser Tour ins Landesinnere, so dass wir die Autobahn der ersten Woche in die entgegengesetzte Richtung nehmen konnten. Auf dieser Strecke war sie um einiges besser ausgebaut. Generell ist mir aufgefallen, dass die Tour, die ich am ersten Wochenende unternommen habe, die bisher schlechtesten Straßen besaß. Aber Tiere hat man auch hier wieder auf und neben der Autobahn gesehen, auch wenn es jetzt eher Affen als Schafe und Kühe waren.

Kurz bevor wir unser Ziel erreicht haben, hat sich uns eine wunderschöne Landschaft gezeigt, in dem Moment in den wir hinab in die Karooebene gefahren sind, haben im Auto kurz alle den Atem angehalten bei dem Anblick. Eine weite offene, aber trotzdem einfach atemberaubende Gegend. Da Ina in dem Moment gefahren ist, gibt es davon leider kein Foto, aber ich vermute, dass es bei weitem nicht die Schönheit hätte vermitteln können. Ich kann jedem von euch daher nur raten sich auch einmal in diese Region zu begeben.

Die anderen drei haben es vor uns zu unserem B&B Aan Die Oewer geschafft und hatten bis wir ankamen schon einen Platz fürs Abendessen reserviert gehabt. Das war auch ein äußerst schönes und kolonial angehauchtes Restaurant, in dem es sich wohl besonders gut frühstücken lässt. Aber auch zu Abendessen war klasse. Wer also einmal in Graaf Reneit sein sollte, muss unbedingt im Polka Cafe stoppen.

Für den ersten Tag hatten wir uns vorgenommen, zunächst in das klene Bergdorf Nieu Bethesda zu fahren, in dem eine wohl etwas abgedrehte Dame ihre Leidenschaft für Eulen(skulpturen) gefunden hat. Wir haben uns nicht sehr viel darunter vorgestellt, da uns der B&B Besitzer bereits vorgewarnt hat. Aber das Städtchen an sich war sehr schön und ist auch einen Besuch wert.

Polka Cafe so true! Unsere Terrasse Owl House Nieu Bethesda

Nach diesem kurzen Abstecher ging es dann wieder zurück nach Graaf Reneit um der Kakteenfarm einen Besuch zu bereiten. Kurz vor dem Ziel kamen wir dann noch in den Genuss einen Reifen wechseln zu dürfen. Besser gesagt Daniel kam in den Genuss, nachdem eine wohl besonders scharfe Stelle des Bordsteins es geschafft hat den Reifen aufzuschlitzen. Das war nicht unbedingt das Highlight dieser Reise, aber immerhin weiß ich jetzt wie ein Reifen gewechselt wird… Das könnte mir ja auch noch hilfreich sein, da ein platter Reifen in SA wohl häufiger vorkommt…

Trotz des Plattens hat sich der Abstecher auf der Kakteenfarm doch sehr gelohnt. Unglaublich wie groß ein Kaktus werden kann. Anfangs haben wir noch gelächelt als einer meinte, wenn ihr euch verlauft, dann immer den Bergen nach. Aber da man wirklich nichts vor lauter Kakteen gesehen hat, war das kein schlechter Tipp.

Klischee erfüllt Ich hätte sie gerne ALLE

Im Anschluss an die Farm war es Zeit einen Platz fürs Mittagessen zu suchen. Das war allerdings leichter gesagt als getan. Wir dachten uns, fahren wir zum Camdeboo Nationalpark, da soll man angeblich an ausgeschriebenen Stellen zum Essen aussteigen dürfen. Bis wir allerdings an diesen Stellen angekommen sind, waren noch einmal gut 1,5 Stunden vergangen und es war leider auch nicht wirklich in einer Stelle mit schönem Ausblick, sondern in einem Dickicht, in dem drei Picknickstellen aufgebaut worden waren. Der Camdeboo Nationalpark an sich ist jetzt nichts Besonderes und ich vermute er lebt davon, dass das Valley of Desolation innerhalb der Parkgrenzen liegt.

Nach dem Picknick haben wir uns langsam auf den Weg zum Valley of Desolation gemacht. Dafür ging es einen schönen, knackigen Pass hoch an dessen Ende sich wie erwartet ein tolle Ausblick befand. Das Valley konnte man jedoch noch nicht sehen, aber erahnen wo es sich befindet.

öhm... da ist ein See auf unserer Straße Velvet Monkeys Strauß

Noch ein Stückchen weiter den Berg hoch kamen wir an einen Parkplatz von wo aus ein kurzer Weg zum ersten Ausguck führt. Da wir jedoch gelesen hatten, dass sich dort immer sehr viele Menschen kurz vor Sonnenuntergang einfinden, sind wir stattdessen noch ca. 20 Minuten weiter gelaufen, um an einer abgelegeneren Stelle den Sonnenuntergang beobachten zu können. Das war ein super Anblick und hat gut eine dreiviertel Stunde gedauert. Danach sind wir zurück ins B&B gefahren, da der B&B Besitzer uns am Morgen angeboten hatte, dass wir mit ihm zusammen grillen könnten. Er würde uns dafür etwas von seinem Game grillen. In unserem Fall hieß Game Eland und Sprinbook. Sehr leckeres afrikanisches Wild, das ihr unbedingt mal probieren solltet!

Graaf Reneit Valley of Desolation Gruppenbild

Für die Heimfahrt hatten wir uns überlegt über den Mountain Zebra zurück zu fahren, da dass von der Strecke nur ein kurzer Umweg war und es dort die seltenen Mountain Zebras zu sehen gab. Der Unterschied zwischen den Mountain und Cape Zebra liegt hauptsächlich darin, dass die Mountain Zebras am Bauch keine Streifen haben und auch so von der Figur etwas stämmiger sind. Neben Zebras gab es natürlich auch noch andere Tiere u.a. auch Leoparden, die wir natürlich unbedingt finden wollten. Leider hat sich irgendwann herausgestellt, dass sich die Leoparden an einer Stelle befinden, an die wir nicht herankamen. Dafür haben wir Büffel gesehen und sind somit einen Schritt weiter die Big 5 gesehen zu haben.

  Ein super sußes Erdhörnchen und jetzt beim Essen <3 Schon wieder ein See auf der Straße mehr Zebras... und noch mehr Big 5 - Nr 4

Das war mal wieder ein super schöner Trip und ich freue mich, dass ich mitgegangen bin. Jetzt kommt erstmal eine kurze Woche und dann geht es in die wahre Wildnis 

Bis demnächst!

Eure Maddy

(K)Ein Hippo zum Geburtstag

Dienstag, 11.03.2014

Zunächst noch einmal vielen vielen Dank für die lieben Geburtstagsglückwünsche von euch! Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele an mich gedacht haben!

Zum Geburtstag habe ich mir meine erste Safari gegönnt J Daher war ich fast das gesamte Wochenende nur schwer per WhatsApp oder Skype erreichbar. Aber ich werde versuchen mich in den nächsten Tag bei den Einzelnen auch so noch einmal zu melden.

Ort: Schotia Private Game Reserve, Addo Elefant Nationalpark

Region: Sunshine Coast, Garden Route

Sehenswürdigkeiten: Elefanten, Löwen und viele weitere Tiere

Da die Safari erst um 14.30 Uhr losging, sind wir dieses Wochenende erst am Samstag losgefahren und haben uns zum ersten Mal in die Richtung der Garden Route bewegt. Dort ist die Gegend überfüllt von sattem Grün und es gab entlang der Straße nur sehr wenige einzelne Häuser / Hütten - im Vergleich zu den letzten beiden Wochenenden ein großer Unterschied.

Das Wochenende wurde so gegliedert, dass wir den Samstag auf Safari im Schotia Game Reserve unterwegs sind und auch übernachteten und am Sonntag am späten Vormittag zum Addo wechseln. Da es im Schotia nicht erlaubt ist mit dem eigenen Auto durchzufahren, hatten wir auch diesmal wieder einen Guide, Gregg.

Die Safari gliederte sich nach folgendem Schema:

 

  • 1. Game Drive 15-17 Uhr
  • Team Time
  • 2. Game Drive: 17.30 – 19 Uhr
  • Abendessen
  • 3. Game Drive
  • Übernachten
  • 4. Game Drive
  • Frühstück
  • Fahrt aus dem Ressort

 

Wir hatten somit viereinhalb Mal die Chance die Vielzahl an Parkbewohnern zu bewundern. Und hätte es am Sonntag nicht so sehr geregn et, dann wären wir sogar zu Fuß gegangen. Gregg hatte dafür extra sein Gewehr mitgebracht. Der letzte Drive fiel somit mehr oder weniger ins Wasser und es haben sich auch wenige bis keine Tiere aus ihrem Regenunterschlupf getraut.

Am Samstag jedoch war das Wetter super für eine Safari. Nicht zu warm und auch nicht zu kalt J. Dabei sind diese schönen Aufnahmen entstanden und damit wisst ihr auch schon was ich dieses Wochenende so zu Gesicht bekommen habe…

einer der Elefantenbullen im Schotia weitere Elefanten im Schotia Ausblick aus unserem Land Rover Black Wilderbeast (Gnuart) Breitmaulnashörner Finde die Zebras :) Vater und Sohn interessante Heuschrecke Addo Elefant Addo Elefanten-Familie Fall nicht!

Während der Tour hat Gregg ein paar witzige Tieranekdoten erzählt, die ich euch nicht vorenthalten will.

Der Ibis – ein Vogel – gibt besonders morgens ohrenbetäubende Geräusche von sich (das hat mich Frühs auch schon des Häufigeren gestört…). Wie ich jetzt weiß liegt das wohl daran, dass dieser Vogel Höhenangst hat und ziemlich vergesslich ist. Wenn er also morgens aufwacht und feststellt, dass er auf einem Baum sitzt, fängt er an zu schreien.

Der englische Namen für Löwe (Lion) leitet sich angeblich aus dem Englischen to lie ab, da er die meiste Zeit nur rumliegt.

Die Impalas – eine Antilopenart – werden auch als McDonalds Antilope bezeichnet, da sie für den Löwen eher eine Zwischenmahlzeit vergleichbar mit einem Cheeseburger sind und er sie Tag und Nacht auffinden kann.

Wenn Elefanten Kaktusfrüchte essen, die sie am Stück ohne zu kauen schlucken, dann werden diese in der gleichen Form, in der sie aufgenommen wurden, auch wieder ausgeschieden. Nach dieser Information haben wir in Elefantenbobbeln nach Kaktusfrüchten Ausschau gehalten. Jedoch bisher habe ich noch keinen Beweis dafür gefunden.

Und zu guter Letzt noch meine Lieblingsgeschichte, da ich das in der Wilhelma selber schon einmal gesehen hab:

Wieso wedelt das Hippo beim Scheißen wie verrückt mit dem Schwanz?

Als Gott das Hippo erschaffen hat, hat er ihm verboten ins Wasser zugehen. Das Hippo hat nichts dagegen bis es irgendwann merkte, dass die Sonne seiner Haut schadet. Also ging es zu Gott und bitte ihn darum, dass es ins Wasser darf. Doch Gott meinte, dass dort schon zu viele große Tiere sind, die die Fische fressen. „Und was ist, wenn ich dir verspreche, dass ich keine Fische essen werde?“ – „Warum sollte ich dir das glauben?“ – „Na, weil ich dir mein Wort gebe…“ – „Das reicht mir nicht! Komm zurück mit einer Idee, wie du mir das beweisen kannst.“ Das Hippo ging und überlegte lange was es tun könnte um Gott zu überzeugen. Am nächsten Tag kam es wieder um meinte: „Ich werde jedes Mal mit meinem Schwanz wackeln und meine Exkremente verteilen, so dass du sehen kannst, dass sich dort keine Knochen befinden.“

Bis demnächst :) Bis demnächst Cool

Eure Maddy

Südafrika und seine Stromversorgung

Donnerstag, 06.03.2014

Auf dem Weg heute zur Arbeit habe ich im Radio gehört, dass Eskom, der staatliche Energieversorger, davor warnt, dass es zu lokalen Stromengpässen oder sogar Ausfällen kommen könnte. Diese Information fand ich in diesem Moment interessant, aber sonst habe ich nicht weiter darüber nachgedacht. Den genauen Grund hatte ich auch nicht mitbekommen... Irgendwas mit Regen... Hm...

Als ich dann bei der Arbeit angekommen bin, habe ich einen meiner Kollegen gefragt, ob er denn auch davon gehört hätte. Ja hat er... und damit war für uns das Thema erst einmal erledigt und der Tag fing recht gemütlich mit E-Mails bearbeiten und Excel-Listen weiter verfeinern an. Bis dann kurz nach 8:30 Uhr die Nachricht bei einem weiteren Kollegen einging, dass wir innerhalb von 30 Minuten 20% unserer Last abwerfen sollen (als Lastabwurf wird das bewusste Abschalten und vom Netz nehmen bestimmter Verbraucher gemeint.) Das hieß also so schnell wie möglich alle nicht zwingend notwendigen Beleuchtungen aus und Klimaanlage stoppen. Um sicher zu gehen, dass die Nachricht bei allen ankam, sind daraufhin zwei Kollegen und ich übers Werksgelände gefahren und haben in allen Gebäuden nachgeschaut, wo unnötigerweise Licht brennt. Damit mussten wir immer wieder anderen Mitarbeitern erklären, warum sie jetzt im Halbdunkeln sitzen und schwitzen müssen. Viele haben daraufhin mit Verständnis reagiert, aber ein paar Meckerer gibt es immer ;)

Der Lastabwurf hat sich am Ende als effektiv und ausreichend erwiesen, da das Werk weiterhin mit Strom versorgt wurde. Wohingegen Teile von East London angeblich zeitweise ohne Strom waren. Und auch später im Supermakt ist mir aufgefallen, dass vorallem die Beleuchtungen im Kühlregal ausgeschalten waren.

Jetzt fragt ihr euch sicherlich noch was denn eigentlich passiert ist, damit das gesamte Netz beinahe kolabiert..? Wie ich heute gelernt habe, wird 80 % des Stroms in Südafrika aus Kohlekraftwerken gewonnen (der eine oder andere hat vielleicht schon einmal etwas davon gehört, dass wir in Deutschland auch südafrikanische Steinkohle importieren und verbrennen.). Diese Kohlekraftwerke wie auch die entsprechenden Kohleminen befinden sich hauptsächlich im Nordosten um Johannesburg herum. Und dort hat es angeblich seit mehreren Tagen stark geregnet, so dass die Kohle mittlerweile dermaßen nass ist, dass eine effiziente Stromerzeugung nur noch schwer erzielt wird. Im Vergleich dazu: Nasses Holz oder nasse Grillkohle brennt auch nur schwer und qualmt vorallem. So in der Art kann man sich das in einem Kohlekraftwerk nur im größeren Maßstab vorstellen ;)

Das war ein wahnsinnig spannender und auch aufregender Tag! Bei dem ich viel über das Werk gelernt habe und weitere Personen kennenlernen durfte, die im Energiesektor tätig sind. Da ich heute auch viel über Südafrika gelernt habe, wollte ich euch das nicht entgehen lassen. Hier noch ein kurzer Artikel (auf englisch) zu den Vorgehensweisen von heute.

Auf ein Bier in knapp 3.000 Meter Höhe

Mittwoch, 05.03.2014

Für den heuten Blogeintrag habe ich etwas länger gebraucht und das nicht unbedingt nur, weil ich zurzeit wirklich sehr viel bei der Arbeit zu tun habe (Ich LIEBE es Lachend), sondern weil wir am letzten Wochenende zu viert gute 1.000 Fotos geschossen haben. Ein großer Dank geht dabei an Ina, die uns mit ca. 700 Bildern alle in den Schatten gestellt hat… Ich habe versucht die „schönsten“ auszuwählen. Aber wo war ich dieses Mal überhaupt?

Ort: Sani Pass

Region: KwaZulu – Natal

Sehenswürdigkeiten: Drakensberg, Lesotho

Der Reiseführer beschreibt diese Region einerseits mit den Worten „lieblich-grüne Fünfuhrtee-Hügellandschaft“ und andererseits mit „dramatische Felsenwelt“. Und ich finde das trifft es sehr gut! Es war wirklich toll bei dem Blick ins Tal die wunderschönen glatten Grashügel zu sehen und der Blick nach rechts zeigte die Berge, die es zu erklimmen galt. Das Naturschutzgebiet „Drakensberg“ ist seit 2000 UNESCO Weltkulturerbe, was sich angeblich aus den folgenden drei Punkten ergab:

  • Wunderschöne Landschaft
  • Über 300 verschiedenen Blumenarten, wovon mehrere NUR in dieser Region wachsen
  • 10.000 Jahre alte Wandmalereien und somit  mit die ältesten, die bisher gefunden wurde. Die Wandmalereien befinden sich jedoch in einem anderen Teil des Gebiets, so dass ich keine gesehen habe.

Bei diesem Wochenendtrip, man könnte es auch Mammut-Tour nennen, waren dieses Mal Ina, Daniel und Tobias dabei. Ina hatte im Vorhinein die zwei Jungs mit auf ihren Mietwagen versichert, damit sie sich die gut 7-stündige Tour aufteilen konnten. Da ich mich recht spontan entschieden habe mitzukommen (was ganz Ungewöhnliches :P), wurde ich nicht auf die Versichertenliste gesetzt und war somit in der komfortablen Lage mir 7 Stunden lang die an uns vorbeiziehende Landschaft bestaunen zu können.

Los ging es dieses Mal sogar noch früher als am Wochenende davor. Freitag um 12.30 Uhr wurde das Auto gestartet und wir machten uns wieder über die N2 auf den Weg entlang der wild coast, über Mthatha, Kokstad zur Sani Lodge in der Nähe von Underberg. Als es noch ca. 20 km waren, zeigte das Navi immer noch eine Dauer von über einer Stunde an… Wir haben uns alle schon gewundert, was für eine Straße uns gleich hinter der nächsten Kurve erwartet wird. Ein Schlagloch am nächsten? Dirt Road wie im Bilderbuch? Ist überhaupt eine als Straße erkennbar??? Ooooooooh arme C-Klasse :,(

Glücklicherweise stellte sich dann heraus, dass beide Navis noch nicht mitbekommen hatten, dass die Straße in den letzten 5 Jahren zu einer top ausgebauten Landstraße geworden ist. Dank der jeder Besucher zu den Unterkünften (Backpacker Hotel oder Relaxing Ressort) innerhalb von 15 Minuten gelangt. Dieser Umbau hat die Region angeblich 5 Mio. Rand (ca. 330.000 €) gekostet, aber sich für den Tourismus auf jeden Fall gelohnt! Direkt hinter dem Hotel verwandelt sich die Straße jedoch wirklich in eine dirt road, auf der es sich empfiehlt mit einem geländefähigen Wagen zu fahren, denn selbst der hat gut zu kämpfen (würde sicherlich auch mit einem Unimog wahnsinnig viel Spaß machen ;) ). Angeblich soll das erste zweiradgetriebene Auto, das den Sani-Pass hochgefahren ist, ein VW-Käfer gewesen sein… Damals muss der Zustand der Straße noch deutlich besser gewesen sein.

Auch auf dieser Reise hatten wir wieder einen Guide, Matthew (Facebook), der uns morgens um 7.30 am Hostel mit einem Geländewagen abholte und der uns wirklich sehr viele interessante Dinge während den nächsten 10 Stunden erzählen sollte. Da sich im hinteren Teil des Wagens genau 4 Plätze befanden, haben wir uns die geschnappt und saßen somit angeblich im holperigsten Bereich im Auto, was durchaus witzig war. Dafür umso besser um den ersten Teil der unendlichen vielen Kurvenfotos zu schießen.

Während unserer Fahrt nach oben, sind wir u.a. über die United Nations Brücke gefahren. Wie ihr auf dem Bild sehen könnte, wird der Begriff Brücke hier auch etwas anders interpretiert. Zusätzlich gab es noch den Haemorrhoid Hill zu sehen, der seinen Namen wirklich durch die Ähnlichkeit zu Hämorriden bekommen hat. Und generell einfach eine tolle Landschaft, so dass man aus dem Staunen nicht mehr rauskam.

Oben angekommen mussten wir nach Lesotho einreisen und sind danach direkt los, um möglichst „schnell“ auf unseren Gipfel auf 3246,5 m zu kommen. Wie immer in den Bergen, ist auch dort das Wetter unberechenbar und es hat die Tage davor nachmittags häufiger schwere Gewitter gegeben. Wir blieben davon allerdings verschont und hatten zwar bewölktes, aber dennoch gutes Wetter, um in den Höhen zu wandern.

Zur linken Spitze geht es hoch

Da es ab 3.000 m zur Höhenkrankheit kommen kann, sollte jeder sein eigenes Tempo laufen. Was sich bei den meistens als langsamer als gedacht herausstellte. Ich habe dort oben doch deutlich gemerkt, um wie viel anstrengender der Aufstieg war. Aber die Anstrengungen haben sich definitiv gelohnt! Nach ein paar kurzen Kletterstücken gab es dann das hier zu sehen:

der Ausblick von der Spitze

Auch hier gab es mal wieder ein Hole in the wall, das wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten Zwinkernd Ziemlich klein im Vergleich zu dem von vorheriger Woche…

wieder ein hole-in-the-wall Matthew Das wäre der Alternativgipfel gewesen

Nach dem erfolgreichen Abstieg haben sich Tobias, Daniel und ich noch jeweils ein Bier im höchsten Pub Afrikas gegönnt, das es nur dort gibt und das auch nicht exportiert wird. Das Bier hatte es nach so einer Tour doch in sich und wir waren froh, dass Matthew noch organisiert hat, dass wir zu einer der Damen in ihre Hütte durften und ihr selbstgemachtes Brot probieren durften. Das kam schon sehr nah an deutsches Brot heran, so dass wir uns direkt zwei Stücke für jeweils 6 Rand (0,50 €) mitgenommen haben. Zu dem Brot gab es eine Kostprobe des von ihr selbstgebrauten Biers… naja mein Geschmack war es nicht. Es sah aus als wäre es milchiges Wasser und war sehr säuerlich.

Nach erfolgreicher Wanderung

Und zum Abschluss noch ein paar interessante Fakten über diese Region, die Matthew uns beim Hochfahren nach Lesotho erzählt hat:

  • Die Drakenberge, in ihrer heutigen Form, sind nicht durch tektonische Plattenverschiebungen entstanden, sondern durch Erosion. Die dort liegende Wasserscheide befand sich früher in der Nähe zu Durban und hat über die Jahre diese tolle durchfurchte Landschaft geschaffen
  • Die Baumgrenze liegt hier - aufgrund der Nähe zum Äquator – erst bei ca. 2.400 m. Wisst ihr wo sie in Europa liegt? 
  • Manche der Bäume in dieser Region müssen verbrennen, um sich zu regenerieren. Was früher ganz natürlich passierte, wird heutzutage durch die Menschen dort überwacht und gesteuert. Dabei werden über 3-5 Jahre alle Teile der südlichen Drakenberge verbrannt.
  • Nahe zum Sani-Pass gibt es den sogenannten Marihuana-Trail - eine der größten Grasschmuggelrouten. Dort wird Gras in weißen 40 kg Säcken (warum auch eine unaffälige Farbe wählen...) von Lesotho nach Südafrika transportiert.

Der nächste Trip steht schon fast vor der Tür.

Bis demnächst Cool

Eure Maddy

  Die Bantu und ihre Häuser Menschen während unserer Fahrt unsere Wohnung Ready for the tour höchster Pub Südafrikanischer Grenzübergang Sani-Pass UN Bridge

Ps: die deutsche Baumgrenze liegt bei ca. 1.800 m ;)

Coffee vs. Weed

Freitag, 28.02.2014

Erstes Wochenende - Erster Trip :-D


Ort: Coffee Bay
Region: Transkei
Sehenswürdigkeit: Hole-in-the-wall

Transkei ist die ländlichste Region in Südafrika mit relativ viel Land- und Viehwirtschaft, die sich nicht unbedingt nur auf die Wiesen neben der Straße beschränkt. Die zugehörige Küste wird wild coast genannt, da sie nur wenig erschlossen wurde und die meisten Straßen, wenn man sie denn als solche bezeichnen möchte, besser mit einem 4x4 befahren werden sollten.

Auf der Karte sieht der Weg recht entspannt aus: Aus East London raus und rauf auf die Autobahn bis kurz vor Coffee Bay. Die Gegend war auch wunderschön zum Durchfahren, so dass ich mich immer wieder zwingen musste mich auf die Straße zu konzentrieren, um möglichen Schlaglöchern, Ziegen oder Kühen auszuweichen. Autobahn heißt hier allerdings nicht, dass es zwei getrennte Fahrtrichtungen mit je zwei bis drei Spuren je Richtung gibt. Vielmehr wird die Gegenspur für wilde Überholmanöver mitverwendet. Und wer nicht schnell genug die Steigung hochkommt, weicht teilweise auf den Standstreifen aus. Der schneller bedankt sich daraufhin mit der Warnblinkanlage, wohingegen der andere einem mit der Lichthupe antwortet.

Die anderen Trainees (Ina, Simone, Johannes, Tobias, Daniel) und ich machten uns relativ früh auf den Weg, um vor der Dunkelheit anzukommen. Das Wetter war allerdings alles andere als toll und ich habe selten so wenig gesehen, wie auf Teilen dieser Strecke. Regen, Nebel und Schlaglöcher - keine so super Kombination... Von den Praktikanten hatten wir gehört, dass der Weg nach Coffee Bay auch nur eine dirt road sei, auf der das ein oder andere Auto stecken geblieben ist. Als wir dann jedoch auf der Straße nach Coffee Bay waren, hat sich herausgestellt, dass das eine leichte Übertreibung gewesen war. Die Straße war vor längerer Zeit mal geteert worden und außer, dass es noch mehr Schlaglöcher, mehr Schafe, Ziegen und Kühe und mehr Menschen auf der Straße gab, ließ sie sich sehr gut fahren. Lediglich die speed bumper konnten von unseren zwei doch recht tiefen C-Klassen nur in Schlangenlinien überfahren werden.



In Coffee Bay angekommen, wurden wir von dem seeeeehr entspannten Rodger empfangen, der uns ohne jeglichen Stress die Zimmer zeigte. Interessant war wie schnell er sich unsere Namen gemerkt hat. Das scheint allgemein sehr wichtig in Südafrika zu sein. Passend zu den Geckos, die es hier natürlich auch zu genüge gab, hieß unser B&B Geckos. Übrigens sehr zu empfehlen falls ihr mal in der Gegend sein solltet ;-)

Nach einem anständigen britischen Frühstück haben wir uns samt guide auf den Weg zum Whole-in-the-Wall gemacht. Nach keinen 10 Minuten wurden wir von einem Dorfbewohner gefragt, ob wir gerne Ketten kaufen wollen. "Nein danke" "Hm... Vielleicht ein bisschen Gras stattdessen..?" "Nein, gerade nicht" "Gut. Wo wohnt ihr? Dann komme ich später vorbei". Wir haben ihn nicht wieder gesehen... Ich vermute, er hat es vergessen und es war ihm auch egal. Das sollte natürlich nicht das letzte Mal sein, dass uns 'nur das Beste' angeboten wurde.

Unser guide hat uns während der ca. 4h Wanderung einiges über die Gegend und ihre Fauna erzählt: bspw. wurden in einer Höhle in der Nähe von Coffee Bay während der Apartheid Waffen versteckt. Mein absolutes Highlight des Tages war die 20 minütige Fahrt auf der Ladefläche eines Pick-ups zurück zum Hotel.


Und warum heißt Coffee Bay jetzt eigentlich Coffee Bay..? Da wächst doch gar kein Kaffee. Angeblich ist vor der Küste mal ein Schiff auf Grund gelaufen, dass Kaffee geladen hat. Die Kaffeeladung wurde daraufhin angeschwemmt und es soll wohl auch die eine oder andere Kaffeepflanze getrieben haben. Heute ist davon jedoch nichts mehr zu sehen.

Alles in allem war das ein super entspanntes Wochenende! Und ich würde jederzeit wieder nach Coffee Bay fahren. Mal schauen was das jetzige Wochenende bringt.

Bis demnächst! Cool
Eure Maddy

 

Zwischen Affen, Geckos und Urwald

Dienstag, 25.02.2014

Der erste Eindruck meines neuen Zuhauses war: süße Hütte – super für ein Wochenende! Aber für länger... hm...

Diese im traditionellen Stil erbaute Unterkunft wird allerdings für die nächsten 6 Wochen meine Wohnung sein, bevor es daraufhin in das B&B Hauptgebäude geht, in dem die meisten Trainees wohnen.

Generell ist über meine – mittlerweile kann ich sie voller Begeisterung süße Hütte nennen– zu sagen, dass ich sie sehr lieb gewonnen habe, wenn mir auch das Bett ein wenig zu kurz ist. Geckos gibt es hier zu genüge. Dank einer netten Geschichte von Ina, warte ich jetzt auch jeden Morgen darauf dass entweder ein Gecko in meinen Haaren sitzt oder mich Frühs anstarrt. Jetzt weiß ich immerhin, dass es sich mit einem Dutt recht gut schlafen lässt…

 

Direkt neben dem Hotelgelände befindet sich ein kleiner Urwald, in dem es sich abends recht gut entspannen lässt. Allerdings durfte ich am dritten Tag direkt die Bewohner des Urwalds und ihre Folgen kennenlernen. Nachdem ich mich soweit an die Geckos gewöhnt hatte und mir daher dachte: „Gut! Dann lass ich mal das Fenster offen, Geckos kommen eh in die Wohnung“ wurde mir später erzählt, dass Affen es sich in meinem Zimmer gemütlich gemacht hatten. Ganz besonders angetan waren sie von dem Zucker und der Kondensmilch – a complementary des Hotels – die sie dann fröhlich im Zimmer verteilten. Angeblich waren es vier Affen, die es sich hier gemütlich gemacht haben. Nachdem ich ein älteres Bild von einem anderen Trainee gesehen habe, vermute ich, dass es eine Art Meerkatze war. Jetzt lass ich das Fenster also wieder zu!

Neben dem kleinen Intermezzo mit den Affen, habe ich sonst keine weiteren Unannehmlichkeiten in meinem Zimmer erlebt und ich denke die Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Bis zum nächsten Mal Cool

Eure Maddy

Das Abenteuer beginnt!

Dienstag, 18.02.2014

Am 17.02. um 17 Uhr ging es in Stuttgart los über München nach Südafrika. Ich hatte mich im Vorfeld viel mit der Geschichte und der Kultur des Landes auseinander gesetzt. Das einzige was ich diesmal nicht geschafft habe, ist mir die Sprache ein wenig anzueignen… Aber vielleicht klappt das ja in den nächsten drei Monaten.

Außer mir hat sich an dem gleichen Tag noch eine weitere Trainee, Ina, auf den Weg nach East London gemacht, so dass der 19 stündige Flug dadurch super schnell vorbei war.

Spannend wurde es als wir um 5 Uhr deutscher Zeit von den Stewardessen auf unserem Weg nach Johannesburg geweckt wurden und das erste Mal afrikanischen Boden weit unter uns sahen. Ich war überrascht wie viele Flüsse von oben zu sehen waren und dass diese keineswegs den direktesten Weg wählten.

Auf geht's nach München Da unten ist Afrika

 Nach einem recht üppig ausfallenden Flugzeugfrühstück (es ging gleich los mit typischen britischen Frühstück) kamen wir ohne Probleme am Flughafen in Johannesburg an. Hier stand zunächst einmal die Einreise nach Südafrika auf dem Programm. Wir hatten beide schon Geschichten gehört, dass Flüge verpasst wurden, keiner wusste was dieser Zettel von der Botschaft einem sagen soll und dass man am besten direkt nach dem Head of Immgration fragt. Glücklicherweise ist  bei meiner Einreise nichts dergleichen passiert und ich habe nach nur 1,5 Stunden in der Schlange stehen das erste Mal südafrikanischen Boden berührt. Nach der Einreise musste noch einmal das aufgegebene Gepäck geholt werden (yeah es ist zumindest in Johannesburg angekommen), um es dann gefühlte 5 Meter weiter wieder aufzugeben.

Nachdem auch diese Hürde genommen war, konnten ich mich entspannt zur letzten Etappen nach East London begeben. Noch einmal schnell eine SMS verschickt, dass wir pünktlich ankommen sollten, damit eine weitere Trainee, die uns von Flughafen abholt nicht allzu lange warten muss. Dabei habe ich mich dann noch gewundert, dass der Flug von Johannesburg nach East London nur 30 min dauern soll. Wie sich danach herausstellte wurde ich von meinem eignen Handy veräppelt, dass mir die Ankunft nach deutscher Zeit anzeigte, es nach Südafrika jedoch leider eine Stunde Zeitverschiebung gibt. Daher musste, trotz SMS, Simone eine Stunde auf uns zwei warten Unentschlossen

Glücklich angekommen, mit all unserem Gepäck, ging es dann zum ersten Mal zum Werk. Zu den Erfahrungen im Werk und bei der Arbeit erzähle ich euch dann mehr in einem anderen Eintrag.

Bis zum nächsten MalCool

Eure Maddy